Die Skelettfrau hat so einiges drauf

Beim Grenzgang (Ich beziehe mich auf diesen Artikel aus meinem Blog) kann man so einiges an Gaben und Geschenken übermittelt bekommen. Wer ist aber das Gegenüber, das diese Funktion übernimmt?

Für Frauen hat sich bei mir die Bezeichnung "Skelettfrau" eingebürgert, die einem Märchen aus dem Buch "Die Wolfsfrau" von Clarissa Pinkola Estés entstammt. Die Skelettfrau ist das genaue Abbild von uns, nur jenseits der Grenze, also tot oder untot. Wenn man in der Position steht, fühlt man sich wirklich wie ein Skelett, als hätte man Knochenfinger. Sie hält die Gaben bereit und auch die Aufgaben. Es ist eine besondere Energie. Die Verbindung mit ihr berührt und trägt.
Was heute auch für mich neu war, ist dass man bei der Skelettfrau auch Teile seines Egos opfern kann. Das ist natürlich eine radikale Vorgehensweise, was ich grundsätzlich als Option sehr schätze. Damit eröffnet sich eine neue Möglichkeit. Die allseits bekannte Option 1 ist, mit seinen Ego-Anteilen, die im Widerspruch zum Gesamt-Ich stehen, die unterdrückt werden oder sonst irgendwie "stören" zusammenzuarbeiten und sie zu integrieren. Diese Vorgehensweise bleibt weiterhin gültig, denn ohne Annahme kann man auch nichts und niemanden loslassen. Das heißt, die Erst-Integration muss bereits gelungen sein, damit die zweite Option, die mit einem Grenzgang einhergeht, sich öffnet: Diese Anteile ganz zu opfern, sie bei der Skelettfrau sterben zu lassen. Dadurch wird das eigene psychische System schlanker.

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